fillTeaser   Allergien

Traurig, aber es gibt sie. Allergische Reaktionen auf Trockenfutter bzw. einiger Inhaltsstoffe.

Reaktionen gegen Futtermittel treten meistens in Zusammenhang mit anderen Allergien auf. Die häufigsten Symptome sind Juckreiz mit und ohne Hautveränderungen (Ekzeme) an Gesicht und Händen. Um Allergien auf bestimmte Fischfutter bzw. bestimmte Inhaltsstoffe nachzuweisen, ist ein Serumtest (Prick-Test) beim Allergologen notwendig (die Futterdose mitbringen!).

Die meisten der "Futterallergien" werden durch Pilze bzw. deren Sporen hervorgerufen.
Man unterscheidet zwischen der saisonalen, ganzjährigen sowie alimentären Allergie gegen Schimmelpilze. Letztere scheidet für den Aquarianer aus, da ja die Fische und nicht er selbst das Futter zu sich nehmen (...oder?) ;)

Saisonale Allergien gehen auf die Sporen von Schimmelpilzen zurück, die in feuchten Sommermonaten auf den verschiedenen Pflanzen in Wiese, Wald und Feld wachsen. Sie bleiben damit auch aussen vor.

Ganzjährige Allergien gehen vor allem auf die innerhalb der Wohnung wachsenden, ganzjährig sporenbildenden Pilze zurück. Der Prozess des Sporens, also der Vermehrung, benötigt Wasser. Aus diesem Grunde kommen höhere Konzentrationen an Pilzsporen nach Regen, Nebel oder in der Nacht vor.
Die oben schon erwähnte Gattung Aspergillus ist in der Erde an verfaulten Blättern, Gemüse und Früchten, in Badeanlagen und Swimmingpool-Wasser zu Hause. Häufig taucht sie auch im Haus auf Böden, Betten, Hausstaub und Teppichen auf. Höchste Konzentrationen in der Luft sind von Herbst bis Winter festzustellen.
Durch die Omnipräsenz dieses Pilzes wird er durch das stetige Öffnen der Futterdosen auch hier schnell seßhaft und vermehrt sich im ungünstigen Fall rasant, weil ein Trockenfutter mit entsprechendem Feuchtigkeitsgehalt einen hervorragenden Nährboden darstellt (s.o.).

Um Pilzsporen generell im Haus zu reduzieren sind Luftbefeuchter und Topfpflanzen sowie Aquarien zu vermeiden (!). Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit und begünstigen so die Sporenbildung.
Im schlimmsten aber zum Glück seltenen Fall muss das ganze Aquarium abgeschafft werden :(

Liegt dem entgegen eine Allergie auf einen speziellen Inhaltsstoff eines Futters vor, sollte man es erst einmal mit dem Wechsel des Herstellers probieren, da die Zusammensetzungen doch recht unterschiedlich sind. Ebenso können die Fischfutterhersteller auch schriftlich darum gebeten werden, mitzuteilen, ob der betreffende Stoff ihrem Futter beigemischt wird.
Ein gesundheitsbewußter Hersteller wird hierfür Verständnis haben und darauf antworten.
Tut er es nicht – abhaken und dessen Produkte meiden.

Vor allem muss man peinlichst darauf achten, dass das Trockenfutter (Granulat, Flocken, Pellet) nicht durch die Luft gewirbelt oder anderweitig verstreut wird sondern im Aquarium landet.
Dies gilt besonders für Mikro- bzw. Aufzuchtfutter und die feinen Reste in der an sich leeren Dose, die durch Ausschütteln allzuoft in Teilen in die Umgebungsluft gelangen und dann u.U. eingeatmet werden.

Leidet man unter Pollinosis (Heuschnupfen), kann solch ein Fall eine akute, allergische Reaktion auslösen, da durch die pflanzlichen Beimischungen auch verschiedenste Pollen ins Futter gelangen.

Bekannt ist auch die Allergie auf ein bestimmtes Protein in roten Mückenlarven, welches Juckreiz an den Händen und eine Reizung der Augenbindehaut hervorruft. Hierzu werde ich noch versuchen näheres in Erfahrung zu bringen.
 

(ib)

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