fillTeaser    Aquarienbau kurz erklärt

2. Verklebung

Ein Thema bei der Verklebung ist das Dichtmittel (Aquariensilikon). Wichtig beim Kauf des Aquariums ist der Hinweis auf die Verwendung des Aquariensilikons. Das Silikon sollte nicht nur für den Aquarienbau unter anderem geeignet sein, sondern ein TÜV-Prüfzertifikat durch einen deutschen TÜV vorweisen müssen. Wir verwenden grundsätzlich Aquariensilikon der Firma "Perennator V- 23 / 1" der Firma Dow Corning (ein amerikanisches Unternehmen) mit Firmensitz in Süddeutschland. Es ist für Süß- und Seewasser geeignet.

Der Vertrieb dieses Silikons ist über den Glasgroßhandel geregelt und für Selbstbauer bei gutsortierten Aquarienbauern in Kartuschenform erhältlich. Das Silikon gibt es in mehreren Farben, wobei ich generell nur schwarz verwende, weil dieses nicht von Grünalgen unterwandert wird, das heißt, Aquarien mit transparentem Silikon sollte man nach meiner Meinung nicht kaufen.

a) Stoßverklebung oder Rundecke?

Um mich nicht mit ca. 50% der Aquarianer anzulegen, werde ich weder die Stoßverklebung, noch die Rundeckenverklebung hervorheben, noch verurteilen. Ich werde jedoch technisch argumentieren:

Die hervorstechenden Eigenschaften des Aquarienklebers sind in der Zugkraft zu sehen. Bei der Stoßverklebung haben wir eine sehr gute Ausnutzung der Zugkraft bei der Boden-, Front- und Rückscheibe. Bei den kleinen Seitenscheiben wirken jedoch Scherkräfte, die das Silikon ebenfalls zu kompensieren weiß.

Bei der Rundeckenverklebung sind die Front- und Rückscheiben etwas höheren Scherkräften ausgesetzt. Wenn man meint, man könnte zu dem Entschluß kommen, daß die Stoßverklebung oder die Rundeckenverklebung besser sei, ist das entscheidenste Thema außer acht gelassen, die Verstrebung.

b) Verstrebung

Die Verstrebung eines Aquariums im oberen Bereich ist der eigentliche Garant für die Qualität und die Haltbarkeit. Oft wird hier geschlampt! (Zu kurze Längsstreben, keine Mittelstrebe, keine Längsstrebe, dafür nur eine Querstrebe). Entscheidend für größere Aquarien sind grundsätzlich zwei Längsstreben, um die Ausbeulung der Front- und Rückscheibe zu verhindern, und je nach Länge mindestens eine Querstrebe, die zusätzlich die vier aufrechten Klebenähte entlastet. Größere Aquarien (ab 1,30 m), die keine Querstrebe aufweisen oder nur eine Querstrebe würde ich nie kaufen. Die frei eingeklebte Querstrebe wird dem Druck des Wassers auf die Front- und Rückscheibe nicht standhalten und ins Becken fallen. Dies kann ich durch Reparaturaufträge dieser Aquarien nur unterstreichen.

c) Innenversiegelung

Ein weiteres Merkmal eines guten Aquariums ist die Art der Innenversiegelung. Die von mir produzierten Aquarien, ab 100 x 40 x 40, sind innen mit einer zusätzlichen Silikonfuge versehen. Dies schafft zusätzlich Stabilität und ist für die Lebensdauer entscheidend. Ich verarbeite das Silikon "naß in naß" und ziehe alle Nähte mit Hilfe einer Druckpistole frei Hand.

Andere Aquarienbauer bedienen sich angebotener Glättungsmittel und ziehen die Nähte mit Hilfe eines Glättungsspachtels mit der Hand nach. Beide Möglichkeiten sind praktikabel. Wichtig für mich ist jedoch, daß die Aquarien nach der Fertigung und Aushärtung vom Kunden sofort zu befüllen sind, die mit Glättungsmittel abgezogenen Aquarien müßten meiner Meinung nach jedoch gründlichst ausgewaschen werden.

3. Bohrungen

Viele Aquarianer (besonders Seewasseraquarianer) sind auf eine etwas aufwendigere Technik der Filterung angewiesen. Ein Muß im Seewasserbereich ist die Verrohrung mit PVC- Fittings.

Hierbei sind Bohrungen ins Glas notwendig. Die Bohrung nimmt dem Glas nicht die Stabilität.

Auf Grund heutiger technischer Hilfsmittel (Tankverschraubung) braucht der Aquarianer keine Angst haben, daß sein Aquarium ausläuft.

Weiterhin ist ein Aufwärtstrend im Bereich der Aquarienbohrung zu verzeichnen. Viele Aquarianer, die ein größeres Aquarium bei uns kaufen, erledigen den Wasserwechsel per Tankverschraubung und Absperrhahn.

Links & Adverts

Links AIPDB