fillTeaser   Einige Grundsätze zur Futtermittelhygiene

Die heute angebotenen Trocken-Fischfuttersorten genügen einem relativ hohen Hygienestandard. Im folgenden soll dargestellt werden, wie dieser von den Herstellern erreicht wird und, am wichtigsten, wie der Aquarianer zuhause die hohe Qualität der angebrochenen Einheiten erhalten kann.

Als Hygienisierungsmaßnahmen können die bei der Futterherstellung üblichen Produktionsverfahren wie Pelletieren oder Extrudieren angesehen werden. Durch Temperatureinwirkung über Wasserdampf wird der Pilz- und Keimgehalt reduziert.

Beim Pelletieren (s. auch LinkHerstellungsmethoden) wird die vermahlene Grundsubstanz durch Wasserdampf konditioniert. Hierbei steigt die Temperatur des Produktes durch Reibungswärme beim Preßvorgang auf ca. 90°C und der Wassergehalt auf 14 %. Die Einwirkzeit beträgt bis zu 30 Sekunden. Vergleichbar ist dieses Verfahren mit dem H.T.S.T.-Niederpasteurisierungsverfahren (high temperature-short time).
Der Keimgehalt der aeroben Sporenbildner (Pilze) wird dabei um einiges reduziert. Für das zuverlässige Abtöten von Sporenbildnern ist dieses Verfahren jedoch nicht geeignet. Pelletierte Futter besitzen trotzdem einen guten Hygienestatus, pathogene Keime können jedoch noch vorhanden sein.

Beim Extrudieren (s.auch LinkHerstellungsmethoden) wird die vermahlene Grundsubstanz in einem Druckbehälter einer hohen Wasserdampfzugabe ausgesetzt. Hierbei steigt der Druck während des Transports durch die Schneckenwellenmaschine für ca. 10 sec auf 40 bis 60 bar und die Temperatur bis auf 180°C. Dies entspricht dem Ultra-Hoch-Temperatur -Verfahren (UHT).
Der Keimgehalt der aeroben Sporenbildner (Pilze) wird drastisch reduziert. Vorhandene pathogene Keime werden bei diesem Verfahren abgetötet. Somit sind Extrudate diejenigen Futtermittel, die direkt nach der Produktion den höchsten, hygienischen Reinheitsgrad besitzen.

Entscheidend ist, daß nach der Herstellung das Endprodukt zügig gekühlt und getrocknet wird, um die Waren für eine Lagerung zu stabilisieren. Zusätzlich kann durch Mikrowellenbehandlung im Bereich der Rohwarenbeschaffung oder durch Sterilisation des Endproduktes (z.B. Gammabestrahlung, Autoklavieren etc.) die Futtermittelhygiene in hohem Maße gefördert werden.

Wobei wir beim nächsten und, wie ich meine, wichtigsten Punkt sind, der auch für alle Aquarianer interessant sein dürfte, der LinkWassergehalt von Fischfutter.

(ib)

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